Soisdorf



Schafwäsche in Soisdorf im 18. – 20. Jahrhundert


Einen Schäfer oder Schafhirten gab es in Soisdorf noch bis in die 1950er Jahre. Auch viele bäuerlichen Betriebe hielten sich Schafe.

Das Schaf war eines der beliebtesten und nützlichsten Haustiere: anspruchslos, genügsam in der Nahrung, die Hälfte des Jahres waren sie auf der Weide.

Die Schafwolle war ein wichtiger Rohstoff für viele Bekleidungsstücke der Landbevölkerung, Mädchen lernten das Stricken in der Volksschule ( „Strickstunde“).

Bei uns stiegen der Schäfer und die Bauern mit den Helfern im Frühjahr (an sonnigen Tagen im April) in das vor den Pfosten aufgestaute Wasser der Taft, das durch den Graben über die Wiese wieder zurück in die Taft fließen konnte – nach und nach wurden dann die Schafe gewaschen. (Bild oben: Blick auf den „Kartoffelsberg“ mit Kiesbruch, Landstraße nach Grüsselbach, Staupfosten links vorn)